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Das erlebnispädagogische Tagebuch

Bauprojekt in der Sozialtherapeutischen Gruppe Werder

Die Gruppenfahrräder und die eigenen Fahrräder der Kinder und Jugendlichen haben in Werder noch keinen richtigen Platz gefunden - sie mussten immer im Regen und Wind stehen, was natürlich keinem Fahrrad gut tut. Okay, wir müssen etwas tun! Wir bauen einen Fahrradunterstand.

Im Rahmen der Erlebnispädagogik wurde sich ans Werk gemacht: Holz und Steine einkaufen, die Baustelle einrichten, eine Planung machen und das nötige Werkzeug besorgen. Langsam aber sicher entstand ein Fahrradunterstand, wo die Räder nun endlich trocken stehen können. Mit viel Schweiß und Mühe beteiligten sich alle Kinder und Jugendlichen der Gruppe bei der Aktion. Erde auskoffern, Borde setzen, Holz sägen, Bretter anschrauben, den Untergrund verfüllen... Dann war es endlich soweit: Wir feierten Richtfest. Mit Bratwurst, Kinderpunsch und Lagerfeuer feierten die Kinder und Jugendlichen das Richtfest und am Ende waren alle stolz auf ihre erbrachten Leistungen.

Jörn Kurth, Erlebnispädagoge


Fahrt in den Harz



Anthony, 13 Jahre


Vi var i Sverige... (Wir waren in Schweden)

Zur Ferienfreizeit 2014 brach die Sozialtherapeutische Gruppe Werder nach Schweden auf. Bestückt mit Kanadiern, einem Kajak, Zelten, Schlafsäcken und einer riesen Menge an Essen ging es mit der Fähre über die Ostsee, um dann weiter nach Mittelschweden zu fahren... allein die 24-stündige Fahrt war schon ein großes Abenteuer.
Im Dalsland angekommen, wurde die erste Nacht auf einem Campingplatz verbracht und wir feierten den Weltmeistersieg von Deutschland auf schwedisch. Dann ging es für die nächsten Tage in die Wildnis. Wasser gab es aus dem See, Duschen gab es überhaupt nicht und gekocht haben wir über dem offenen Feuer.

Mitten in der rauen, aber sehr schönen Natur Mittelschwedens konnten die Kinder und Jugendlichen ganz andere Erfahrungen sammeln und waren oft auf die Gemeinschaft angewiesen, denn allein geht hier nichts. Alle mussten mit anpacken, damit genug Feuerholz zum Kochen vorhanden war, und auch bei Regen ist es vorteilhaft, wenn alle beim Zeltaufbau mithelfen...
Für kurze Zeit waren wir sogar in Norwegen unterwegs und machten uns auf die Suche nach Elchen. Ein paar Fußspuren der Hirschart haben wir sogar gefunden.
Es war mal eine ganz andere Ferienfahrt: Keine feste Unterkunft, jeden Tag woanders, in der und auch von der Natur gelebt, dem Wetter voll und ganz ausgesetzt, halt ganz anders als in den letzten Jahren oder wie man sich überhaupt einen Urlaub vorstellt.
Für die Kinder und Jugendlichen, aber auch für die Betreuer war es eine ganz neue Erfahrung: Ein fremdes Land, eine fremde Sprache, wenig Menschen und viel Natur. Die Kinder und Jugendlichen können davon noch lange berichten.

Jörn Kurth, Erlebnispädagoge



Genzwanderung im Zittauer Gebirge

Im Mai 2014 wanderte die Sozialtherapeutische Jugendwohngruppe Werder durch das Zittauer Gebirge.
Nach langer Fahrt auf der Autobahn in Richtung Süden kamen wir endlich auf dem Zeltplatz an … Zelte aufbauen, Essen kochen und dann ging es bei Regen endlich in die warmen Schlafsäcke.

Am nächsten Tag war es sehr ungemütlich … Regen, Regen, Regen … Die Stimmung war bei diesem schlechten Wetter trotzdem gut und wir machten eine Wandertour zwischen Tschechien und Deutschland - vorbei an beeindruckenden Felsformationen, durch Rinnen und aufgeweichte Wege waren wir 7 Stunden unterwegs. In der Tschechischen Republik gab es dann für alle fleißigen Wanderfüße eine Cola zur Stärkung. Mit nassen Füßen und sehr hungrig ging es dann zurück auf den Zeltplatz. Und wie sollte es natürlich sein … heute dauerte der Milchreis besonders lange, aber zum Glück wurden alle satt und die Nachtruhe wurde etwas früher eingeläutet.
Am nächsten Tag war das Wetter mehr auf unserer Seite. Zum Frühstück unter freiem Himmel kam die Sonne heraus und wir packten die Zelte fast trocken wieder ein. Auf dem Rückweg machten wir noch eine Pause an der "größten Maschine der Welt" Die F60-Förderbrücke ist ein Koloss aus Stahl und auf 74 Meter Höhe kribbelte es schon ein wenig im Bauch. Eine schöne Wandertour mit vielen neuen Erlebnissen und Erfahrungen.


Radtour der Sozialtherapeutischen Gruppe Werder im April 2014

Mit viel Motivation ging ist mit den Rädern am Freitagnachmittag von Geltow in Richtung Lehnin. „20 Kilometer“ dachten sich die Kinder und Jugendlichen „machen wir mit links“. Doch was war heute nur los? Viele hatten ihre Mühe, die 20 Kilometer zu schaffen. Zum Glück sind dann doch alle sicher in Lehnin auf dem Zeltplatz angekommen. Da es schon leicht regnete, konnten sich alle Beteiligten erstmal noch nicht ausruhen. Erst mussten die Zelte aufgestellt, die Schlafsäcke und die Küche vorbereitet werden, was natürlich alles wie am Schnürchen klappte.
Am Samstag sind wir dann aufgebrochen, um das grobe Ziel „Umrundung des Rietzer Sees“ zu erreichen. Auf Rad- und Feldwegen ging es recht flott los.

Unsere Pausen verbrachten wir an Vogelbeobachtungstürmen oder manchmal einfach da, wo wir gerade waren, da die Kräfte im Laufe des Tages ganz schön nachließen. Zum Glück gab es zwischendurch mal ein Eis als kleine Energiequelle und so konnten wir viele Ortschaften passieren: Lehnin, Nahmitz, Trechwitz, Jeserig, Wust, Brandenburg, Rietz, Prützke, Grebs und schließlich wieder Lehnin. Es war ein wirklich schöner Tag auf dem Fahrrad. Und wer sein Gesicht auch immer schön in die Sonne gehalten hatte, konnte am Abend ein leichtes Spannen im Gesicht spüren … endlich mal ein frühlingshafter Tag.
Am Sonntag ging es dann wieder in Richtung Geltow. Zum Gllück hatten wir ab Groß Kreutz Rückenwind - so ging´s doch etwas leichter.
Am Ende des Wochenendes standen dann 100 Kilometer auf dem Tachometer. Die Kinder und Jugendlichen können sehr stolz auf ihre Leistungen sein.

Jörn Kurth, Erlebnispädagoge


Eine Zeitreise zu den Jägern und Sammlern

Die Jugendlichen aus der Außenwohngruppe Eiche machten sich auf den Weg in den Wald vor 30.000 Jahren. Wie damals mussten sie sich ihr Essen selbst suchen, eine Unterkunft bauen und sich vor wilden Tieren schützen.
Na gut ... ganz so schwer hatten sie es dann doch nicht. Das Essen wurde vorher sicher und trocken versteckt, die Unterkunft war ein Tarp und die Nudeln wurden über einem Gaskocher zubereitet.
Das mit den wilden Tieren war dann doch schon sehr reell. Überall im Wald konnten sie Spuren von Wildschweinen finden und als es auch noch dunkel wurde, sah jeder Schatten dann irgendwie wie ein Wildschwein aus.


Winterausflug der Sozialtherapeutischen Gruppe Werder

Anfang Februar ging es auf die erste Tour des Jahres. Weit sind wir dieses Mal nicht gefahren. Wir übernachteten auf unserem Hausboot. Der Schwielowsee war zu dieser Zeit zugefroren - es war schon etwas Besonderes, hier zu übernachten. Der Waschbär zog seine Kreise über den See und eine Wasserratte aß Muscheln an noch offenen Wasserlöchern.
Am ersten Abend wärmten wir uns am Lagerfeuer und grillten die ersten Bratwürste des Jahres.
Den zweiten Tag verbrachten wir im Fercher Wald. Erlebnispädagogisch orientierte Spiele, Wandern und Spaß standen im Vordergrund. Zudem hatten wir herrliches Wetter - Sonne und Temperaturen um den Gefrierpunk - was will man mehr?
Am letzten Tag führen ging es auf den großen und kleinen Ravensberg bei Potsdam. Die Luft war auf den Gipfeln schon etwas dünn, schließlich waren wir auf 108,2 m über dem Meeresspiegel. Zum Glück haben alle wieder zurück gefunden und alle freuten sich wieder auf eine warme Dusche und das eigene Bett.


Der Triathlon der Sozialtherapeutischen Gruppe Werder

Anfang Oktober war es soweit. Die Kinder und Jugendlichen starteten in einen dreitägigen erlebnispädagogischen Triathlon. Die Disziplinen waren Kanufahren, Wandern und Radfahren. Am ersten Tag ging es auf das Wasser. Fast hätte der Wind den Akteuren einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Wellengang auf dem Schwielowsee war nicht zu unterschätzen und die Teams mussten sehr zusammenarbeiten, dass alle ihr Ziel erreichen konnten. Nach ca. sieben Stunden und insgesamt 10 Kilometern auf dem Wasser kamen alle müde wieder am Hausboot der EJH an. Dort gab es dann reichlich Essen und alle Beteiligten waren froh, als sie in ihre Schlafsäcke kriechen konnten. Der zweite Tag startete bei einem guten Frühstück, bevor sich alle auf die Fahrräder setzten. Es ging dann auf eine ausgedehnt Tour rund um den Schwielowsee. Caputh, Ferch, Beelitz, Michendorf und schließlich das Hausboot wieder als Ziel. Die Kinder und Jugendlichen lebten heute das Motto von Til Eulenspiegel… Wir freuen uns immer, wenn es bergauf geht, da es dann irgendwann wieder bergab gehen muss… bei den Bergabfahrten ging es teilweise sehr flott zu. Einige Teilnehmer waren dicht an den 50 km/h!!! Bergauf waren alle nur etwas langsamer. Insgesamt haben die Kinder und Jugendlichen an diesem Tag 344 Kilometer auf dem Rad zurückgelegt. Am Abend probierten sich alle nochmal in Kajak aus und genossen einen schönen Herbstabend am Wasser.

Am dritten Tag mussten sich alle sehr motivieren. Es regnete schon am frühen Morgen und alle spürten ihre Knochen sehr. Am späten Nachmittag knackten die Kinder und Jugendlichen dann doch noch gemeinsam die 100-Kilometer-Marke. Am Abend ging es dann zurück in die Gruppe und alle konnten mal wieder eine heiße Dusche genießen. Drei Tage voller Anstrengung liegen hinter den Kindern und Jugendlichen. Es hat nicht immer alles Spaß gemacht, aber alle sind sicher und heil wieder an das Ziel gekommen. Ein großer Respekt geht an alle Akteure!!!

Jörn Kurth, Erlebnispädagoge


Fahrradtour der Sozialtherapeutischen Gruppe Werder im Oktober 2012

In den Oktoberferien 2012 haben sich die Kinder und Jugendlichen der STJWG Werder zu einer Radtour aufgemacht. Gestartet wurde mit Sack und Pack wie immer vom Franzensberg in Geltow. Das erste Ziel war der Campingplatz in Ketzin. Dort wurde das Lager aufgebaut und der Tag klang entspannt am Abend aus.
Dienstag: Wir haben uns Lunchpakete gemacht und sind losgefahren, 39,91 km. Wir haben die Zelte aufgebaut.
Mittwoch: Wir sind nach Brandenburg gefahren und Herr Kurth hat gesagt "Wir fahren heute nur 40 km" ... daraus sind 61,43 km geworden und wir haben ein Lagerfeuer am Abend gemacht.
Donnerstag: Wir sind auf dem direkten Weg auf den Franzensberg gefahren, exakt 22,24 km. Eric (13)

Am zweiten Tag ging es zur Tour immer entlang der Havel, immer in Richtung Brandenburg mit dem Ziel "Eisessen – in Brandenburg auf dem Marktplatz". Der Rückweg wurde dann auf der anderen Havelseite bestritten. Am Abend saßen alle noch am Lagerfeuer und das wohlverdiente Abendessen brachte wieder neue Kräfte.
Am dritten Tag wurden alle Sachen wieder auf den Rädern verstaut und es ging auf direktem Weg zurück nach Geltow. Insgesamt sind die Kinder auf der Tour ca. 120 Kilometer geradelt. Dies war eine großartige Leistung der Kinder .... großen Respekt!
Ich fand die Fahrradtour einfach spitze. Wir haben ein Lagerfeuer gemacht, haben eine Abkürzung über einen Kuh-Acker gemacht und sind nach Brandenburg gefahren, haben dort ein Eis gegessen und wir haben insgesamt 120 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich würde das gern mehrere Male wiederholen. Es war eine super Stimmung, aber es waren auch manchmal kleine Streits mit dabei. Kai (13)


Fahrradtour der Jugendwohngruppe im Oktober 2012

In der zweiten Oktoberwoche haben sich die Jugendlichen der JWG auf den Weg gemacht, um das Brandenburger Land mit dem Rad zu erkunden.\\ Die Fahrt begann schleppend, da gleich nach ca. 5 Kilometern ein Fahrrad so kaputt war, dass dieses ausgetauscht werden musste.
Auf dem Campingplatz angekommen, bauten die Jugendlichen als erstes ihre Zelte auf und kauften sich das Essen für die Tage ein. Am Abend und konnten die Jugendlichen den Tag am Lagerfeuer ausklingen lassen.
Die Nacht war schon sehr herbstlich und die Temperaturen gingen bis auf 2 Grad zurück. Doch mit der neuen Ausrüstung fror keiner, bzw. nur wenige.
Am nächsten Tag ging es dann schon zurück auf den Franzensberg. Müde, aber zufrieden sind dann alle auf den Hof geradelt. Alle halfen noch beim Verstauen bzw. Reinigen der Materialien und danach wollten alle nur noch in ihr warmes und weiches Bett.


Paddeltour 2012

Der Spaß begann, als wir die Säcke packten und losfuhren. 2 ½ Stunden sind wir mit den Bullis gefahren. Als wir dann in Mirow ankamen, haben wir die Boote beladen und sind losgefahren. Als wir nach gefühlten 4 Std. endlich ankamen, mussten wir erst mal die Zelte aufbauen und anschließend das Essen vorbereiten. Anthony und Eric haben nach dem Zeltaufbau angefangen zu spielen, Nina und Annalena gingen abwaschen gegangen und Anthony ging duschen. Das war dann fast jeden Tag so. An einem Tag mussten wir umkehren, weil die Wellen zu hoch waren. Als wir an dem Zeltplatz angekommen sind, mussten wir wie immer die Zelte aufbauen. Als wir dann endlich fertig waren, sind die Jungs spielen gegangen. Wir Mädels haben gequatscht und gelacht. Dann haben wir festgestellt, dass das Salz leer war. Wir haben gegessen und sind dann duschen gegangen, danach schlafen. Die weiteren Tage war der Tagesablauf genau gleich. Naja am 26. Juni hatte Annalena ihren 16. Geburtstag. Zwei Tage später bin ich (Angelina) 14 Jahre geworden. Am letzten Tag sind wir wie die Weltmeister gepaddelt. Es war sehr anstrengend, aber wir sind dann schließlich angekommen. Als wir dann die Zelte aufgeschlagen haben, zogen wir uns um und sind in den kalten See gesprungen. Zum Abendessen haben wir gegrillt. Wir haben gelacht und gesungen. Wir haben von Neptun Namen bekommen, wie z. B. der robuste Rochen (Anthony). Wir sind sehr spät ins Bett gegangen, so um 0:30 Uhr. Am nächsten Tag sind wir zur Ostsee mit Frau Berlin und Frau Neumann gefahren. Es war sehr anstrengend. Wir haben es aber geschafft, uns den Luxus zu verdienen. Insgesamt sind wir 70 km gepaddelt.

Angelina (14) & Anthony (11)

Paddeltour 2012

Also ich kann leider nicht viel Positives von der Paddeltour berichten, denn ich hasse Paddeln, Zelten & alles was mit Outdoor zu tun hat. Das Paddeln fand ich sehr anstrengend, weil ich sehr schwach bin und es sehr schwer für mich war. Dass ich mit Marie in einem Boot und in einem Zelt war, fand ich gut, denn vor der Paddeltour haben wir uns richtig gehasst. Aber dadurch, dass wir viel zusammen machen mussten, sind wir uns näher gekommen und verstehen uns jetzt richtig super.
Eine Woche zu Kochen hatte einen Nachteil & einen Vorteil: Der Vorteil war, dass es immer geschmeckt hat, und der Nachteil, dass es so anstrengend war & immer abgewaschen werden musste.
Was ich am allerblödesten fand, war dass in Mirow direkt neben unserem Zeltplatz die Fusion war! Fast alle meine Freunde waren da & ich durfte da zelten mit meiner Gruppe, das war für mich sehr fies.

Nina (15)


Auf „großen Wanderschuhen“ unterwegs im Elbsandsteingebirge

Die Jugendlichen der Außenwohngruppe Eiche waren auf großen Wanderschuhen in ihrer Ferienfreizeit unterwegs. In kleinen Gruppen ging es auf steilen Stiegen auf den Sachsenstein im Wandergebiet des Bielatals. In der Bennohöhle wurde es ziemlich dunkel, aber die Jugendlichen kletterten mutig bis in die letzte Ecke der Höhle. Die Tagestouren waren zwischen 10 und 15 Kilometer.
Als Gemeinschaftserlebnis erklommen alle Jugendlichen den Pfaffenstein, vorbei an großen Felsnadeln, Erkundungen in kleinen Höhlen und der Abstieg über ca. 1.000 Stufen sieht man nicht alle Tage als Flachlandtiroler aus dem Brandenburger Land.
Am letzten Tag ging es noch einmal auf eine Entdeckungstour in Form einer Zeitreise. Hier konnte nicht nur der Abenteuertrieb ausgelebt, sondern auch die Fantasie angeregt werden.


"Tour de Geltow"

04.04.2012
"Der April macht was er will" – Start der "Tour de Geltow"
Am ersten Tag der Osterferien begann die Tour bei typischem Aprilwetter mit der AWG Eiche. 21 Kilometer durch den Regen und aufgeweichte Wege. Es ging vorbei am Großen Zernsee, über Töplitz und Grube, nach Potsdam Bornim und Nedlitz. Schließlich kamen wir ohne Sturz und anderen Schwierigkeiten zurück nach Eiche.
Am Nachmittag begann, nur noch bei Nieselregen, die Tour der STJWG Werder. 22 Kilometer waren das Ziel. Es ging quer durch Werder, über Glindow bis nach Derwitz, von Kemnitz zurück nach Werder. Der letzte Anstieg in Werder kostete noch einmal eine Menge Kraft. Nach einem Reifenplatzer sind dann alle gesund wieder angekommen.

05.04.2012
„Es ist noch kein Frühling“ – mit Handschuhen in den zweiten Tag gestartet
Am zweiten Tag der "Tour de Geltow" starteten zwei Kinder und ein Betreuer aus der Wohngruppe "Am See" direkt vom Franzensberg in Geltow. Nach ca. einem Kilometer war es mal wieder soweit: Ein Plattfuß! Die Räder wurden mit Hilfe des Begleitfahrzeuges getauscht und die 22 Kilometer um den Schwielowsee wurden von allen Beteiligten mit leichten Schmerzen im Gesäß gemeistert.
Am Nachmittag ging es mit schnellem Tempo rund um den Schwielowsee. Die Jugendwohngruppe war kaum zu bremsen. Es ging über die Brücke vom Wildpark nach Werder, über Glindow und Ferch zur Fähre nach Caputh. Die 28 Kilometer waren in Null-Komma-Nichts abgefahren. Das einzige Problem war, dass die Buletten zu schnell alle waren.

10.04.2012
„Tour de Geltow" – Rund um Potsdam
Am frühen Morgen startete die Potsdamer Gruppe "Boys in work" ihre Runde. Als erstes ging es quer durch Potsdam, um das Umland zu erreichen. Über Saarmund und Phillippsthal ging der Rundkurs zurück nach Potsdam. Die Jugendlichen waren von der Tour begeistert und haben sie locker geschafft. Einige Jugendliche aus dieser Gruppe werden am Wochenende zudem die 50-Kilometer-Tour mitfahren.
Am Nachmittag ging es bei bestem Fahrradfahrwetter mit der Heilpädagogischen Gruppe Geltow rund um den Schwielowsee. Die Pause war heute direkt am Europaradweg (Calais – St. Petersburg) kurz vor Ferch. Bei solchen Dimensionen kamen alle leicht ins Träumen ... Die nächste Pause war auf der Fähre zwischen Caputh und Geltow, bevor alle wieder gesund den Franzensberg erreichten.

11.04.2012
„Am Filmset von Matthias Schweighöfer“
Die Tagesgruppe Ufer aus Werder startete in tatkräftiger Begleitung von zwei Elternteilen ihre Runde um den Glindower See. Dem Alter der Kinder angepasst, war eigentlich nur ein Rundkurs von 10 Kilometern geplant. In Petzow angekommen, wurde gemeinschaftlich eine hervorragende Entscheidung getroffen: „Wir wollen mehr radeln!“ So wurden aus den geplanten 10 Kilometern ganz schnell 23. Dabei darf nicht vergessen werden, dass einige Kinder mit ihren Eltern schon von ihrem zu Hause in die Tagesgruppe geradelt sind. Die Kilometer flossen an dem Tag natürlich mit in die Wertung. So ist zum Beispiel ein neunjähriger Junge sage und schreibe 33 Kilometer an einen Tag gefahren ... dafür gab es große Anerkennung! Die Rundtour führte uns heute am Filmset von Matthias Schweighöfer vorbei. Wagemutig, wie wir Geltower sind, versuchten wir den Schauspieler für ein Foto zu gewinnen ... Wir konnten auch schnell einige Menschen für uns gewinnen, die Herrn Schweighöfer nach einem gemeinsamen Foto fragten. Doch dann war die Drehpause zu schnell vorbei und unser Foto konnte doch nicht gemacht werden. Etwas traurig, aber immer noch mit viel Kraft in den Beinen, ging es zurück zum Startpunkt. In der Tagesgruppe angekommen, gab es zur Regeneration eine deftige Bratwurst in einer schönen Runde.

„Otto von Lilienthal lässt grüßen – Raus in das weite Brandenburger Land“
Am Nachmittag ging es bei wieder typischen Aprilwetter auf ins Brandenburger Land. Die Heilpädagogische Gruppe Plessow startete ihre Landpartie über Derwitz bis nach Krielow. Am Lilienthal-Denkmal war die erste und verdiente Pause. 1891 flog dort der Flugpionier Otto von Lilienthal zum ersten Mal mit seinem Fluggerät „Derwitzer Apperat“. Über Kemnitz und Werder kam es dann leider zum ersten Unfall der „Tour de Geltow“. Ein Kind streifte leicht eine Bordsteinkante und wurde dann sanft von einer Blumenrabatte gebremst. Zum Glück gab es nur einen großen Schreck und eine Bremse war etwas verbogen. Nach kurzem Durchatmen ging es dann wieder sicher zurück nach Plessow. Die Ziellinie durfte natürlich das gestürzte Kind als erstes durchfahren. Voller Stolz und mit viel Glück trugen sich die Kinder am Ende des Tages in das Tourenbuch ein.

12.04.2012
Der Vormittag war heute frei von einer Tour. Aber die Zeit wurde natürlich sinnvoll genutzt. Durch die erschienenen Pressartikel wurden interessierte Menschen auf uns aufmerksam: Eine Privatperson aus Werder-Havel spendete uns zwei Fahrräder für die erradelten Kilometer. Dafür sagen wir DANKE! Zudem sprach uns der Hellwig-Baumarkt aus Geltow an. Dieser möchte uns ebenfalls mit einer Fahrradspende unterstützen.
Die Gemeinde Schwielowsee kauft uns auch Kilometer ab. Darüber haben wir uns sehr gefreut.
Die Anstrengungen der vielen Kinder machen sich langsam bezahlt. Hoffentlich finden wir noch weitere Sponsoren für die „Tour de Geltow".

„Der Sonne entgegen“
Am Nachmittag ging es bei leichtem Regen von der Sozialtherapeutischen Gruppe in Glindow zu einer weiteren Tour los. Vorbei am Glindower See nach Petzow, über Ferch nach Caputh und dann wieder zurück nach Glindow. Während der Tour wurde das Wetter immer freundlicher und pünktlich im Ziel kam dann sogar die Sonne heraus. Müde, aber trotzdem Stolz, kamen alle Kinder und Jugendlichen wieder in der Gruppe an.
Heute war zudem etwas sehr besonders. Heute sind zwei Betreuer, eine Praktikantin und die Wirtschaftskraft der Gruppe mitgefahren, um die Kinder und Jugendlichen zu unterstützen.

13.04.2012
„Freitag der 13.!“
Am Vormittag und mal wieder bei Regen startete die Intensivgruppe ihre Tour. Geplant waren heute eigentlich nur 10 Kilometer, da die Kinder aus der Intensivgruppe meist junger sind und noch nicht so viel Ausdauer haben. Pustekuchen ... alle waren wieder so motiviert, dass die Tour mal wieder spontan auf 15 Kilometer verlängert wurde. Der Regen machte den Kindern nichts aus und die gute Verpflegung (Obst, Gemüse und natürlich Schokolade) aus der Gruppe war ein super Ziel. Auf der Tour sahen wir Rehe und einen Fasan. Dies war für die Kinder, die zum großen Teil aus Berlin kommen, nicht selbstverständlich und wird ihnen lange in Erinnerung bleiben. Zum Ende der Tour wurde den Kinder bewusst, dass ja heute „Freitag der 13.“ ist. Aber zum Glück ist auch heute nichts passiert.

„Mir tut alles weh“
Das sagten die Jugendlichen nach der Nachmittagstour. Fünf Jugendliche aus dem Betreuten Wohnen und der Heilpädagogischen Gruppe Plessow starteten vom Franzensberg zur 50-Kilometer-Tour. Da wir alle gemeinsam etwas spät los kamen und einen Termin mit der Bürgermeisterin Frau Hoppe in Ferch hatten, mussten wir gleich schweißtreibend starten. In Ferch an gekommen, wartete schon Frau Hoppe mit der Presse. Die Gemeinde Schwielowsee unterstützt unsere Tour mit 100,- EUR und übergab uns die Sponsorenkarte. Frau Hoppe drückte uns zudem die Daumen für die restlichen 35 Kilometer. Es ging dann weiter über Neu Seddin, Michendorf und Potsdam zurück nach Geltow. Kurz vor Potsdam ging es dann los: Die Kräfte waren am Ende, der Hintern schmerzte immer mehr. Die Jugendlichen und auch der Betreuer kamen an ihre Grenzen. Jetzt hieß es nur noch „kämpfen“. Am Ende sind alle gut und nach sage und schreibe 50 Kilomtern wieder auf dem Franzensberg angekommen. Eine sehr gute Leistung!

14.04.2012
„Wir schaffen es!“
Die letzte Tour in den Ferien startete am Vormittag von der Gruppe "Boys in work" in Potsdam. Die Kinder und Jugendlichen waren alle hochmotiviert und gingen davon aus, dass sie die Tour ohne Probleme bewältigen. Das Wetter war an diesem Tag herrlich: Sonne und wenig Wind.
Es ging wieder rund um den Schwielowsee und es lief wie von allein. Nach ca. 30 Kilometer mussten dann alle wieder „beißen“, es schmerzte in den Beinen und die Motivation ging sichtlich zurück. Nach ca. 4 Stunden sind dann alle wieder nach sagenhaften 50 Kilometern in Potsdam angekommen.
Die Kinder haben es echt geschafft und sind gemeinsam in den Osterferien 2012 über 1000 Kilomter mit dem Fahrrad gefahren. Eine wirklich große Leistung!

04.05.2012
„Die letzte Tour durch die Hauptstadt“
An einem wunderschönen Nachmittag fand sich die Tagesgruppe in Zehlendorf zusammen, um die „Tour de Geltow“ abzuschließen. In großer Freude warteten die Kinder und zwei Elternteile auf den Beginn der Tour. Vier Kinder, zwei Eltern und Betreuer machen sich auf den Weg, um noch weitere Kilometer zu erradeln. Es ging quer durch den Stadtteil Zehlendorf, um an das Ziel zu kommen. Dort warteten die anderen Kinder der Tagesgruppe, und mit Inlineskatern und Schützern ausgerüstet, fuhren dann alle gemeinsam weitere Kilometer für die Tour de Geltow. Zudem war heute ein ganz besonderer Tag. Die Zehlendorfer haben einen ganz besonderen Rekord gebrochen – ganze dreizehnmal ist einem Kind die Fahrradkette vom Zahnkranz gesprungen! Die Freude an der Radtour ist der Gruppe aber nicht vergangen. „Mal sehen wie oft sie noch abspringt... gleich geht sie wieder ab...“ war immer mal wieder aus der Gruppe zu hören. Am Ziel wurde dann tatkräftig das Rad repariert und auf dem Rückweg hielt die Kette.

07.05.2012
„Das erste Fahrrad steht auf dem Franzensberg“
Am Nachmittag fuhren Kinder der Jugendwohngruppe und der Heilpädagogischen Gruppe Plessow in den Hellweg-Baumarkt nach Geltow. Die Geschäftsführerin Frau Gille erfuhr durch die vielen Pressemitteilungen von der „Tour de Geltow“ und wollte die Kinder und Jugendlichen tatkräftig unterstützen. Der Hellweg-Baumarkt übergab den Jugendlichen ein Fahrrad für ihre Leistungen bei der „Tour de Geltow“. Dankeschön!

Der Hellweg-Baumarkt in Geltow unterstützt die Jugendlichen der Evangelischen Jugendhilfe auch in anderen Bereichen. Im Rahmen der Schule können die Jugendlichen der 9. und 10. Klasse dort immer ein Praktikum absolvieren und sich so auf ihre berufliche Zukunft vorbereiten.

Kleine Statistik der Tour de Geltow:
zwei platte Reifen / zwei Stürze ohne Verletzungen / mindestens 40 Liter Wasser wurden getrunken / diverse Süßigkeiten haben als Energieträger gewirkt / 34 Kinder, 8 Betreuer, 3 Elternteile, eine Praktikantin, eine Wirtschaftkraft und ein Lehrer sind mitgeradelt
Bis jetzt sind die Kinder und Jugendlichen der Evangelischen Jugendhilfe Geltow 1275 Kilometer mit dem Fahrrad gefahren!!! Echt Klasse ...

Jörn Kurth, Erlebnispädagoge


"Tour de Geltow" als Eigenleistung der Kinder und Jugendlichen für erlebnispädagogische Ausrüstung

Die Kinder und Jugendlichen der Evangelischen Jugendhilfe Geltow haben gemeinsam mit ihren Betreuern einen Plan entwickelt, wie sie 5.000,- EUR für sieben Tourenränder in Eigenleistung einwerben können. Auf einer „Tour de Geltow“ werden rund 40 Kinder mit den bereits vorhandenen Fahrrädern eine Sponsoren-Tour starten.
In den Osterferien 2012 werden 10 Teams abgesteckte Strecken zurücklegen, bis das Ziel von 1.000 Kilometern erreicht ist. Jedes Kind wird ca. 25 Kilometer zurücklegen. Das ist eine beachtliche Leistung, weil für viele das Fahrradfahren keine Selbstverständlichkeit ist.
Schirmherrschaft über die Tour übernimmt das Radhaus.
Unmittelbar vor dem Tour-Termin wird zum Pressegespräch eingeladen. Inhalt sind Informationen über die Erlebnispädagogik und über den Ablauf der Tour sowie Nennung der Unterstützer und der Haupt-Sponsoren für die "Tour de Geltow".

Möchten Sie den Kindern und Jugendlichen Kilometer abkaufen und sie dabei unterstützen, neue Fahrräder zu erwerben? Downloaden Sie die Sponsorenkarte und senden Sie diese per Fax an die Evangelische Jugendhilfe Geltow (03327 5999-99).


Klettern beim Bouldercup in Raphaelshaus Dormagen

Am 05.12.2011 sind drei Kinder der Heilpädagogischen Gruppe Plessow zum Bouldercup nach Dormagen gefahren. Ausgerüstet mit einer Nikolausmütze und Kletterschuhen ging es am 06.12.2011 früh morgens mit dem Bouldern los. 100 Kletterrouten mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden (unterteilt in Säugetiere = einfach, Fische = schon schwerer, Vögel = noch schwerer, Reptilien = noch viel schwerer, da man schon kopfüber kletterte, Insekten = super schwer!) standen zur Auswahl. Die schönste Route war das „Mufflon“, da man ab einer bestimmten Höhe frei stehen konnte und sich das total toll angefühlt hatte. Die Libelle war wohl die schwerste Route, die wir alle leider auch nicht geschafft haben.
Zu den Mahlzeiten brachten alle Teilnehmer etwas zu Essen mit. Das Raphaelshaus stellte uns ein warmes Mittagessen und Getränke zur Verfügung. Für uns war es schon sehr ungewohnt, dass die Kinder und Erwachsenen vor jedem Essen ein Gebet abhielten.
Um 18 Uhr war dann nach den vielen schweren Herausforderungen die Siegerehrung. Unser Ziel war, dass wir nicht als Letzte (wir konnten vorher nicht üben!!!) Gruppe geehrt werden.
Von 34 Teams haben wir in der Gesamtwertung den 19. Platz belegt! Auch bei den Einzelwertungen waren wir nie Letzter!!! ... aber welche werden hier nicht verraten.
Für unsere Anstrengungen gab es viele tolle Preise und wir sind am Abend sehr zeitig in unserem Nachlager auf dem Gelände des Raphaelshauses eingeschlafen. Mit einem ordentlichen Muskelkater sind wir am 07.12.2011 wieder zurückgekehrt.
Ein großes Dankeschön möchten wir dem Raphaelshaus Dormagen aussprechen. Hoffentlich sehen wir uns 2012 wieder - beim Nikolausbouldercup!

Leon, 10 Jahre


Halloween in der Natur

Schon seit einiger Zeit wünschten sich die Kinder einen Ausflug mit Herrn Kurth. Wir schrieben gemeinsam einen Brief und am Freitag, den 28.10.2011, war es endlich so weit. Um 8 Uhr holte Herr Kurth uns ab und wir fuhren mit dem Bulli, den Booten und bei bestem Wetter an den Plessower See. Dort machten wir die Boote startklar und los ging es - wir paddelten üben den See. Vorbei an gruseligen, schwarzen Vögeln mit gelben Schnäbeln, durch verwunschenes Unterholz bis an eine geheime Stelle des Ufers. Hier gingen wir an Land und machten uns auf Entdeckungstour zu einem verlassenen, alten Friedhof. Im Wald suchten wir den Weg - er war gekennzeichnet mit „blutigen“ Bändern. Tapfer verfolgten wir die Spur und so fanden wir den verwunschenen Ort.

Herr Kurth riet uns, ein Lagerfeuer anzufachen, um uns vor gruseligen Gestalten zu schützen. Gemeinsam suchten wir Holz und schon bald loderte das Feuer warm. Nun kam die Mutprobe! Ganz allein und schweigend musste sich jeder über ein verwildertes Feld kämpfen bis zum Grabstein des obersten Geistes des alten Friedhofs. Alle bestanden die Mutprobe. Anschließend sprachen wir am Feuer einen Mutspruch, der mit einem magischen Glitzern überm Feuer besiegelt wurde. Fröhlich wanderten wir zu unseren Booten zurück, paddelten wieder durchs Unterholz, an den gruseligen Vögeln vorbei bis zu unserem Bulli. Nachdem wir die Boote und alle Sachen wieder verstaut hatten, fuhren wir zurück zur Schule. Hier stärkten wir uns mit Brötchen und warmem Tee. Wir redeten ganz aufgeregt über unsere Erlebnisse. Es war ein toller Ausflug - Halloween in der Natur!

Frau Löchner (Klassenlehrerin)


Paddeltour 2011

Herr Kurth ist unser Erlebnispädagoge und schlug unserer Klasse vor, eine gemeinsame Paddeltour zu machen. Unsere Klassenlehrerin sagte natürlich zu, denn der Zusammenhalt in unserer Klasse ist zurzeit nicht wirklich stark.
Wir fuhren gemeinsam zum Plessower See, luden die Boote bei strömendem Regen ab und wurden von Herrn Kurth ordentlich belehrt. Daraufhin wurden wir in unsere Boote eingeteilt. Hinten saßen immer ein Steuermann oder eine Steuerfrau. Das waren meist die Leute, die schon einmal mit Herrn Kurth paddeln waren.
Auf dem Wasser machten wir einige Spiele, so etwas wie Wasserlimbo und Ausweichen von Gegenständen. Wir lernten, wie wir durch eine Schleuse zu fahren haben. Das klappte sehr gut. Frau Tarnick brachte uns Süßigkeiten mit, sodass wir in unserer Pause etwas Schönes naschen konnten.
An Land angekommen, machten wir ein Spiel, wo man wirklich zusammenhalten muss, sonst wäre man nicht weit gekommen, denn das Spiel geht nur zusammen. Und zwar mussten wir über ein Seil balancieren und an der Seite standen Mitschüler von uns, die uns festhielten. Wenn jemand heruntergefallen ist, mussten wir ALLE von vorn anfangen. Insgesamt brauchten wir 2 Anläufe, um hinüber zu kommen.
Auf der Rücktour an Land und zu unserem Auto machten einige von uns eine Wasserschlacht. Da gab’s viel zu lachen.

Anne (13) aus der Klasse 8/9


Die Erlebnispädagogik - November 2011

Wir sind oft durch den Wald gestapft und haben viele Dinge gemacht, z. B. Lagerfeuer, über Flüsse geklettert, Vertrauensspiele (in denen es darum ging, sich selbst und den Kameraden zu vertrauen). Nach jeder Erlebnispädagogik haben wir eine Auswertung gemacht, was wir gelernt haben, welche Stimmung herrschte, ob wir an unsere Grenzen gestoßen sind, ob wir unsere Ängste überwunden haben und nicht zu vergessen, wie unsere Teamarbeit war.
Seit einiger Zeit gehen wir auch Paddeln. Am Anfang haben wir erst mal auf dem Plessower See geübt, die Boote zu lenken und uns aufeinander abzustimmen, dass wir es überhaupt schaffen, geradeaus zu fahren. Das war nicht einfach! Einige, z. B. ich, sind darin so schlecht, dass niemand sich freiwillig zu ihnen ins Boot setzt.

Dafür sind sie perfekt im Geschwindigkeitholen. Es gibt aber auch welche, die beides können.
Als wir etwas sicherer waren, sind wir vom einen zum anderen Ende des Plessower Sees gepaddelt. Wir haben auch einige Spiele, wie Wasserlimbo, gemacht. Einige Missgeschicke können einem auf dem Wasser auch passieren. Mir und meinem Mitfahrer ist es passiert, dass wir eine Plastedose nicht richtig zugemacht haben und diese dann ins Wasser gefallen ist, na ja so sind die Bonbons ins der Plastedose halt auf Tauchkurs gegangen. Aber kann ja mal passieren.
Nun denn, nur auf dem Plessower See zu paddeln, wird ja irgendwann auch langweilig, also sind wir auch mal im Schwielowsee gepaddelt. Hier haben wir dann so was wie Floß geübt. Bei Floß müssen alle Paddelboote zu dem des Erlebnispädagogen und sich parallel an den anderen Booten festhalten. Beim Pfeifen mit der Signalpfeife müssen alle sofort zum Erlebnispädagogen sehen.
Jetzt paddeln wir schon in der Havel, in der Nähe des Hauptbahnhofs in Potsdam. Dort sind wir in die Havel rein und einen kleinen Kanal entlang gepaddelt. Hier durften keine großen Schiffe fahren, weil es so was wie ein Park ist, nur halt für Boote die mit menschlichem Motor betrieben werden. Um Werder sind wir herumgepaddelt und in Potsdam natürlich auch. Das Coolste war aber, dass wir nach Berlin gepaddelt sind. Wir sind zu einem Schloss in Potsdam gepaddelt und haben es uns in dem Schlosspark gemütlich gemacht (einige haben sich förmlich im Gras gewälzt). Dann sind wir wieder zurück zu unserem Anlegeplatz, der eigentlich nur eine Wiese war. Gegenüber war gleich Berlin. Also sind wir noch zur anderen Hälfte des Kanals gepaddelt und waren automatisch in Berlin. Das hört sich jetzt wahrscheinlich komisch an, ist aber so, denn Berlin und Potsdam müssen sich den Kanal teilen und somit gehört eine Hälfte zu Berlin und die andere zu Potsdam.
Zufrieden mit unserer Leistung und Stolz darauf, dass wir in Berlin waren, sind wir zurück und haben es den anderen erzählt. Das war’s fürs erst von mir!

Eure Feli (14) aus der HP Plessow


Ein großes Abenteuer im Zittauer Gebirge - Oktober 2011

In den Herbstferien waren Kinder aus der HP Plessow, HP Geltow und STJWG Glindow zum Wandern im Zittauer Gebirge unterwegs. Das Abenteuer begann schon während der Hinfahrt am 30. September: Gestartet sind wir um 15 Uhr von Plessow. Unser Ziel war, dass wir pünktlich um 19 Uhr die Zimmer in Waltersdorf beziehen können. Leider hatten wir nicht so viel Glück, da die Autobahn an diesem Freitag sehr befahren war. Gegen 22 Uhr konnten wir uns erst in der Jugendherberge einquartieren. Trotzdem ging es am nächsten Tag voller Elan und Tatendrang in die Jonsdorfer Felsenstadt zum Wandern. Die Tour begann gleich zu Anfang schweißtreibend, da der Aufstieg zum Nonnenfelsen für uns "Flachlandtiroler" schon ganz schön ungewohnt war. Wir nahmen es sportlich und wanderten getreu dem Motto: "Nach bergauf, kommt immer bergab!"

Auf einem schönen Wanderweg, entlang der tschechischen Grenze, sahen wir manch imposante Felsenformationen. Es ging vorbei am Orgelfelsen, am Löwen, am schwarzen Loch und am Carola-Felsen. Nach ca. 14 Kilometern hatten wir wieder die Jugendherberge erreicht und ließen den Tag ausklingen.

Am Sonntag ging es in den Dinosaurier-Park nach Kleinwelka. Dort bestaunten wir die Dinos und kletterten durch ein riesiges Kletterlabyrinth.

Am Montag machten wir uns auf den Heimweg. Doch bevor es wir unseren Heimatort wieder erreichten, machten wir noch ein Stopp am Besucherbergwerk F60 in Lichterfeld. Hier bestaunten wir den größten Bagger der Welt.

Jörn Kurth