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Sozialtherapeutische Jugendwohngruppe Werder

Die Gruppe bewohnt eine Doppelhaushälfte in Werder-Havel und ist sehr gut vom städtischen Bahnhof zu erreichen. Innerhalb dieser als ländlich zu charakterisierende Landschaft stehen den Jugendlichen neben einer Vielzahl von Freizeitmöglichkeiten die einrichtungsinternen Angebote, wie Ballsport-AG, Wassersport- und Moped-AG, zur Verfügung.
Das Wohnhaus erstreckt sich über 2 Etagen. Die benachbarte Haushälfte wird von der ebenfalls zur Einrichtung gehörenden Intensivgruppe bewohnt. Die Kinder/Jugendlichen der Gruppe leben in Einzelzimmern. Darüber hinaus können mehrere Spiel- und Gemeinschaftsräume genutzt werden.
Für Besuche von Eltern steht ein Elternappartement zur Verfügung. Ein Schwerpunkt in der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen ist die Erlebnispädagogik, wodurch die Kinder und Jugendlichen ganzheitlich auf verschiedenen Ebenen gefördert werden. Die Übernahme von Verantwortung, Mut und Kraft, Rücksichtnahme gegenüber Schwächeren und das persönliche Wachsen der eigenen Fähig- und Fertigkeiten stehen hier im Vordergrund. Die Kinder und Jugendlichen sollen ihre eigenen physischen und psychischen Grenzen erkennen und ggf. verschieben. Gruppendynamische Prozesse werden so gefördert, bzw. werden bestimmte Prozesse in der erlebnispädagogischen Arbeit sichtbar.
Dreimal in der Woche sind die Kinder/Jugendlichen in der freien Natur unterwegs. In regelmäßigen Abständen finden erlebnispädagogische Fahrten mit verschiedenen Themenbereichen statt.
Begleitet wird die Arbeit von einem ausgebildeten Erlebnispädagogen.

Kapazität: 6 Plätze Pädagogische Leiterin STJWG Werder
Alter: 12 - 16 Jahre (koedukativ) Juliane Leonhard Tel: 03327 569597
Personal: 4,85 sozialpäd. Fachkräfte leonhard@ejh-geltow.de stjwg.werder@ejh-geltow.de
& Erlebnispädagoge
0,25 Hauswirtschaftskraft

Klientel

Wir betreuen Kinder/Jugendliche mit verschiedenen Problematiken:

  • Schulprobleme mit Schulverweigerung
  • gravierende Auffälligkeiten und Entwicklungsstörungen im emotionalen, kognitiven Bereich sowie im Sozialverhalten
  • hohe Problembelastung im Herkunftsmilieu
  • mangelnde Selbstkontrolle, die im Affektbereich schwierig sind
  • Kinder mit aggressiven, autoaggressiven, regressiven und depressiven Rollenmustern
  • geringe Frustrationsgrenze
  • Kinder/Jugendliche, die wenig bzw. gar nicht gruppenfähig sind
  • nach Aufenthalten in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie

Betreuung

In der Sozialtherapeutischen JWG erleben die Kinder und Jugendlichen Halt, Ruhe und Orientierung durch einen stark strukturierten Tagesablauf.
Die Beziehungsangebote der Pädagogen sind verlässlich. Sie bieten Reibungsflächen und die Möglichkeit, Konflikte konstruktiv und entwicklungsfördernd leben zu lernen.
Die Kinder und Jugendlichen erhalten kontinuierlich Rückmeldung darüber, wie ihre Handlungen auf andere Menschen wirken. Außerdem werden sie regelmäßig zur Einschätzung ihres eigenen Verhaltens in Bezug auf die Gruppe und in Beziehung zu anderen Menschen angehalten.
Der sozialtherapeutische Ansatz bedeutet für das multiprofessionelle Team, psychotherapeutisches Verstehen und pädagogisches Handeln im Lebensalltag mit den Kindern und Jugendlichen umzusetzen, projektbezogene Angebote zur Förderung der Gruppenfähigkeit sowie des Selbstwertgefühls. Es findet eine enge Zusammenarbeit mit einer Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie statt.
Innerhalb eines Zeitraums von 2 bis 3 Jahren sollen die Kinder und Jugendlichen intensiv auf den Übergang in weniger (vor-)strukturierte (z. B. reguläre Heimgruppen oder in die Familie) Wohnformen vorbereitet werden.

Zusatzleistungen (nicht im Entgelt enthalten)

Als Zusatzleistung bieten wir die Beschulung in der einrichtungsinternen Förderschule für Erziehungshilfe (Grundschule) oder Oberschule KARIBU (Sekundarstufe 1) an.
In einzelnen Fällen besteht die Möglichkeit, Psychotherapie anzubieten.

Zusammenarbeit mit der Schule

  • Einzelförderung
  • gemeinsame Unterstützung (Erzieher und Eltern) am Schulgeschehen
  • intensive Zusammenarbeit mit den Lehrern
  • Einzelbetreuung bei Krisensituationen, ggf. durch Erzieher der Gruppe

Elternarbeit

Ziele der systemischen Elternarbeit sind die Klärung der familiären Strukturen sowie der Erhalt des familiären Bezugssystems.
In den regelmäßig (alle 4 bis 6 Wochen) stattfindenden Familien- bzw. Elterngesprächen wird mit Hilfe familientherapeutischer Maßnahmen die Problemsituation in der Familie strukturiert sowie nach Lösungsansätzen gesucht. Die Eltern werden motiviert, ihr Erziehungsverhalten zu verändern und somit aktiv an der Förderung ihrer Kinder teilzuhaben. Weiterhin können die Eltern den Tagesablauf in der Gruppe regelmäßig begleiten, so dass sie mit der Unterstützung der Betreuer neue Umgangsformen mit ihren Kindern erlernen. Sie haben die Möglichkeit, in unserem Elternappartement zu übernachten.

Mitarbeiter/innen

Zur Arbeit in der Gruppe gehören regelmäßige Teamsitzungen und Fallbesprechungen mit beratender Fachaufsicht sowie Supervisionen. Fort- und Weiterbildungen sind gewünscht und werden z. T. vom Träger angeboten.