Bilderleiste
Sozialtherapeutische Jugendwohngruppe Glindow

Die Wohngruppe befindet sich im Ortsteil Glindow der Blütenstadt Werder/Havel. Glindow ist eine weiträumige Siedlung zwischen Glindower See und Plessower See, im Landschaftsschutzgebiet „Potsdamer Wald- und Seengebiete“. Innerhalb dieser als ländlich zu charakterisierenden Landschaft stehen jedem Jugendlichen neben einer Vielzahl von Freizeitmöglichkeiten einrichtungsinterne Angebote, wie die Ballsport-, Wassersport- oder die Moped-AG zur Verfügung. Das Haus befindet sich auf einem etwa 3000m² großen Grundstück, welches zu unserer alleinigen Nutzung und Bewirtschaftung zur Verfügung steht. Das Wohnhaus erstreckt sich über 2 Etagen. Die Kinder und Jugendlichen leben in Einzelzimmern. Darüber hinaus können mehrer Spiel- und Gemeinschaftsräume genutzt werden. Außerdem kümmern sich die Kinder/Jugendlichen eigenverantwortlich um die Pflege und Fütterung der Tiere.

Kapazität: 7 Plätze Pädagogische Leitung STJWG Glindow
Alter: 12 - 16 Jahre (koedukativ) Juliane Leonhard Tel: 03327 573599
Personal: 5,4 pädagogische Fachkräfte leonhard@ejh-geltow.de stjwg.glindow@ejh-geltow.de
0,5 Hauswirtschaftskraft

Klientel

Wir betreuen Kinder und Jugendliche mit verschiedenen Problematiken

  • deren Erziehung und Entwicklung auch mit stützenden und ergänzenden Hilfen im Herkunftsmilieu nicht sichergestellt ist
  • die aufgrund von Erziehungs- und Entwicklungskrisen einer gezielten sozialpädagogischen Betreuung in einer Wohngruppe bedürfen
  • deren Verhaltensauffälligkeiten und Entwicklungsstörungen im emotionalen, kognitiven Bereich sowie im Sozialverhalten vielfältig und gravierend sind
  • die aus einem anderen sozialen Kontext herausfallen oder davon bedroht sind
  • die Schulprobleme haben, bzw. die Schule verweigern
  • nach Aufenthalten in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie

Betreuung

In der Sozialtherapeutischen JWG erleben die Kinder und Jugendlichen Halt, Ruhe und Orientierung durch einen stark strukturierten Tagesablauf. Die Beziehungsangebote der Pädagogen sind verlässlich. Sie bieten Reibungsflächen und die Möglichkeit, Konflikte konstruktiv und entwicklungsfördernd leben zu lernen. Die Kinder und Jugendlichen erhalten hier kontinuierlich Rückmeldung darüber, wie ihre Handlungen auf andere Menschen wirken. Außerdem werden sie regelmäßig zur Einschätzung ihres eigenen Verhaltens in Bezug auf die Gruppe und in Beziehung zu anderen Menschen angehalten.

Die Kinder/Jugendlichen beteiligen sich am Selbstversorgersystem der Gruppe durch Gartenanbau und Nutztierhaltung. Zudem wird mit den bei uns lebenden Tieren in einem geplanten Rhythmus das Potenzial einer Mensch-Tier-Beziehung genutzt. Die tiergestützte Pädagogik nutzt die positive und einmalige Wirkung der Tiere bei der Erziehung und Bildung. Die Verknüpfung mit der Bewegungsförderung beinhaltet die Chance, die Kinder und Jugendlichen für körperliche Aktivität zu begeistern. Kleintiere, wie Hasen und Meerschweinchen, aber auch Hühner, Enten, Gänse und Ziegen, bieten den Kindern Nähe und Heimat, und auch die Möglichkeit, Verantwortung und Sozialverhalten zu lernen und zu üben. Es findet eine enge Zusammenarbeit mit einer Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie statt.

Innerhalb eines Zeitraums von 2 – 3 Jahren sollen die Kinder und Jugendlichen intensiv auf den Übergang in weniger (vor-)strukturierte Wohnformen vorbereitet werden.

Zusatzleistungen (nicht im Entgelt enthalten)

Als Zusatzleistung bieten wir die Beschulung in der einrichtungsinternen Förderschule für Erziehungshilfe (Grundschule) oder Oberschule KARIBU (Sekundarstufe 1) an.

Elternarbeit

Ziele der systemischen Elternarbeit sind die Klärung der familiären Strukturen sowie der Erhalt des familiären Bezugssystems. In den regelmäßig (alle 4 – 6 Wochen) stattfindenden Familien- bzw. Elterngesprächen wird zunächst eine Klärung der familiären Situation und deren Konfliktbereiche vorgenommen. Von Bedeutung für unsere Arbeit ist die Sicherung des Verbleibs der Jugendlichen im familiären System. Ziel unserer Arbeit ist eine emotionale Entlastung des Jugendlichen und seiner Herkunftsfamilie. Die Eltern werden motiviert, ihr Erziehungsverhalten zu verändern und somit aktiv an der Förderung ihrer Kinder teilzuhaben. Weiterhin können die Eltern den Tagesablauf in der Gruppe regelmäßig begleiten, so dass sie mit der Unterstützung der Betreuer neue Umgangsformen mit ihren Kindern erlernen. Regelmäßig werden die Eltern eingeladen, um am Gruppenleben mit eigenen Ideen und Aktivitäten teilzunehmen und sich einzubringen. Die Eltern sollen Gelegenheit haben, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Des Weiteren sind an diesen Tagen gemeinsame jahreszeitabhängige Unternehmungen vorgesehen.

Mitarbeiter/innen

Zur Tätigkeit in der Gruppe gehören regelmäßige Teamsitzungen und Fallbesprechungen mit beratender Fachaufsicht sowie Supervisionen. Fort- und Weiterbildungen sind gewünscht und werden z. T. vom Träger angeboten.