Bilderleiste
Heilpädagogisches Jugendwohnen

Der Bereich „Heilpädagogisches Jugendwohnen“ befindet sich im Nachbarhaus der Heilpädagogischen Gruppe in Plessow, einem Ortsteil der Blütenstadt Werder-Havel. Das Haus liegt in ländlicher Umgebung mit guter Erreichbarkeit zu den Förderschulen Geltow und Werder und zu Grundschulen der Umgebung. Die Jugendlichen haben hier genügend Freiraum für Spiel, Spaß und Sport.

Kapazität: 2 Plätze Pädagogische Leiterin: Heilpäd. Jugendwohnen
Alter: 12 - 17 Jahre (koedukativ) Sabine Großmann Tel: 03327 570583
Personal: 1 Heilpädagogin Handy: 0160 90165612 plessow@ejh-geltow.de
grossmann@ejh-geltow.de

Klientel

Aufgenommen werden Jugendliche

  • die im Nachreifungsprozess vorangeschritten sind und unter konstanter Begleitung erste Schritte in die Selbstständigkeit üben können
  • die weiter heilpädagogische Unterstützung bei der Bewältigung ihrer Selbstorganisation benötigen
  • die einen kleinen individuellen Rahmen für ihre Entwicklung in die Selbstständigkeit benötigen
  • die weiterhin Auffälligkeiten und Entwicklungsstörungen im emotionalen, kognitiven Bereich sowie im Sozialverhalten aufweisen

Betreuung

Die WG ist ein Angebot zur Selbstständigkeitsförderung als Vorstufe für ein späteres Einzelwohnen für Jugendliche mit erhöhtem Betreuungs- und Förderungsbedarf (als Stufensystem für Kinder der Heilpädagogischen Gruppen, der Sozialtherapeutischen Gruppen und der Intensivgruppe). Diese Jugendlichen benötigen noch den strukturierten und überschaubaren Tagesablauf, die regelmäßige erweiterte Präsenz einer Betreuungs- und Bezugsperson und die Nachtbetreuung.
Die Jugendlichen trainieren auf eine selbstständige Tagesbewältigung mit An- und Abmeldepflicht und selbstständiger Versorgung am Wochenende hin.
Die Jugendlichen werden angeleitet und trainieren die Verselbstständigung im häuslichen Bereich.
Sie erhalten Unterstützung und Begleitung in ihrer schulischen Entwicklung und beruflichen Orientierung.
Es gibt kontinuierliche Kontakte zu den Jugendlichen der Einrichtung durch gemeinsame Unternehmungen (Jugendcafé, Moped-AG und Jugendfußballmannschaft, gemeinsame Feierlichkeiten usw.).
Der Betreuer erarbeitet mit den Jugendlichen der WG eine inhaltliche und zeitliche Tagesstruktur. Diese sorgt für entwicklungsbedingt mögliche Anspannungs- und Entspannungsphasen. Diese Struktur soll sehr individuell auf den jeweiligen Jugendlichen abgestimmt sein, um weitere motivierte Entwicklungsschritte beim Jugendlichen zu fördern.
Jeder Jugendliche hat ein eigenes Zimmer. Es gibt einen gemeinsamen Wohnraum, eine Wohnküche, ein Bad, einen Fahrrad- und Hobbykeller.
Die Jugendlichen beteiligen sich aktiv an der Gestaltung des Gartens sowie an mindestens 2 Projekten pro Jahr, für die eine im Haus eingerichtete Werkstatt genutzt wird.

Zusatzleistungen (nicht im Entgelt enthalten)

Als Zusatzleistung bieten wir die Beschulung in der einrichtungsinternen Oberschule KARIBU (Sekundarstufe 1) an.

Zusammenarbeit mit der Schule

  • Einzelförderung
  • gemeinsame Unterstützung am Schulgeschehen
  • intensive Zusammenarbeit mit den Lehrern
  • Einzelbetreuung bei Krisensituationen

Elternarbeit

In der Eingewöhnungsphase von 6 bis 8 Wochen beschränken sich die Elternbesuche auf unsere Einrichtung. Nach dieser Phase fahren die Kinder ein bis zweimal pro Monat nach Hause. Einmal im Monat besuchen die Eltern ihre Kinder in der Einrichtung und haben die Möglichkeit, an einem Elterntraining teilzunehmen. Elterngespräche finden alle 4 bis 6 wochen statt. In Krisensituationen werden die Eltern mit in den Arbeitsprozess involviert. Ziel ist es, die Eltern auf die Beurlaubungssituation zu Hause optimal vorzubereiten, aber auch anschließend zu analysieren, wie die klaren Strukturen der Gruppe auch zu Hause zu einem entspannteren Verhältnis zwischen Klient, Eltern und Geschwistern beigetragen haben. Hier werden neue Strategien ausgearbeitet, um Eltern zu motivieren, sich immer wieder auf Kinder einlassen zu können. Durch Gespräche sollen die Eltern auf Ressourcen aufmerksam gemacht und befähigt werden, Kompetenzen bewusst einzusetzen. Konflikt- und Krisensituationen werden besprochen, neue Verhaltensmuster geübt.

Freizeitangebote

  • gemeinsame Ferienfahrten
  • erlebnispädagogische Angebote
  • einrichtungsinterne Sport- und Freizeitangebote: Moped-AG, Segel-AG, Ballsport-AG und Jugendcafé
  • externe Angebote: Fußball- oder andere Sportvereine

Mitarbeiter/innen

Zu der Arbeit in der Gruppe gehören regelmäßige Teamsitzungen und Fallbesprechungen mit beratender Fachaufsicht sowie Supervisionen.
Fort- und Weiterbildungen sind gewünscht und werden z. T. vom Träger angeboten.