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Heilpädagogische Gruppe Geltow

Die Heilpädagogische Gruppe Geltow befindet sich auf dem Franzensberg in Geltow, wo den Kindern ein Fußballplatz, ein Volleyball- und Basketballfeld sowie eine Tischtennisplatte zur sportlichen Freizeitgestaltung zur Verfügung steht.
Die Heilpädagogische Gruppe ist mit einer entwicklungsfördernden sowie kind- und jugendgerechten Ausstattung eingerichtet. Die räumlichen und baulichen Bedingungen sowie die Ausstattung mit Mobiliar sind der jeweiligen Altersgruppe angepasst. Es stehen ausreichend geeignete Räume für Einzel- und Gruppenarbeit für gezielte heilpädagogische Bastelarbeiten, Spiel sowie für Elterngespräche zur Verfügung.
Für jedes Kind steht zur Wahrung der Intimsphäre und zur Gewährleistung der Ruhezeiten und der Psychohygiene ein Einzelzimmer zur Verfügung.

Kapazität: 6 Plätze Pädagogische Leiterin: HP Geltow
Alter: 6 - 12 Jahre (koedukativ) Sabine Großmann Tel: 03327 5999-36
Personal: 4,5 pädagogische Fachkräfte grossmann@ejh-geltow.de hpg.geltow@ejh-geltow.de
0,5 Hauswirtschaftskraft

Klientel

Aufgenommen werden Kinder

  • die stark auffällig im Familienkontext agieren
  • mit aggressiven, autoaggressiven, regressiven und depressiven Rollenmustern
  • mit niedriger Frustrationstoleranz
  • die durch Konzentrationsstörungen auffallen (ADS)
  • die durch ihre Symptomatik nur eingeschränkt gruppenfähig sind
  • die von seelischer Behinderung bedroht sind
  • die eine geringe Selbstkontrolle im Affektbereich haben
  • die Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten bzw. -störungen aufweisen
  • mit Schulproblemen (bzw. Schulverweigerung)
  • mit gravierenden Auffälligkeiten und Entwicklungsstörungen im emotionalen, kognitiven Bereich sowie im Sozialverhalten
  • nach Aufenthalten in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie

Betreuung

Das Leben in der Gruppe wird durch für alle verbindliche Regeln und Vereinbarungen bestimmt, die im Kontext zu einer klaren Tagesstruktur stehen. Dabei wird die Eigenverantwortung der Kinder durch Aufgabenerfüllung im Rahmen des Zusammenlebens gestärkt. Die Kinder helfen bei der Vor- und Zubereitung der gemeinsamen Mahlzeiten, übernehmen Aufgaben bei der Sauberhaltung des Gruppenbereiches und sind eigenverantwortlich bei der Reinigung ihres Zimmers. Bei all diesen Dingen erhalten sie Unterstützung durch die Mitarbeiter/innen der Gruppe.
Bewegung und Spiel im Freien werden bewusst zur Entwicklung der Grobmotorik und der Verbesserung der Koordinierung der Bewegungsabläufe eingesetzt. Zweimal monatlich fährt die gesamte Gruppe zum Schwimmtraining. Des Weiteren bieten wir den Kindern die Möglichkeit, an der einrichtungsinternen Wassersport- oder Ballsport-AG teilzunehmen. Einmal wöchentlich findet ein erlebnispädagogisches Angebot statt.
Mit all diesen Angeboten wollen wir bei den Kindern das Sozialverhalten schulen, gegenseitige Rücksichtnahme und Zusammenarbeit üben und sie dazu anhalten, sich gegenseitig Hilfestellung bei der Erfüllung bestimmter Aufgaben zu geben. Sie sollen lernen, Verantwortung für sich zu übernehmen.
Bei Tagesauswertungen und in Gruppenversammlungen lernen die Kinder, ihr eigenes Verhalten im Zusammenhang mit anderen Kindern zu reflektieren und auf Bedürfnisse der anderen Gruppenmitglieder Rücksicht zu nehmen.
Innerhalb eines Zeitraums von 2 bis 3 Jahren sollen die Kinder und Jugendlichen intensiv auf den Übergang in weniger (vor-)strukturierte (z. B. reguläre Heimgruppen oder in die Familie) Wohnformen vorbereitet werden.

Sonderleistungen (im Entgelt enthalten)

  • Reittherapie
  • Psychotherapie

Zusatzleistungen (nicht im Entgelt enthalten)

Als Zusatzleistung bieten wir die Beschulung in der einrichtungsinternen Förderschule für Erziehungshilfe (Grundschule) oder Oberschule KARIBU (Sekundarstufe 1) an.

Zusammenarbeit mit der Schule

  • Einzelförderung
  • gemeinsame Unterstützung (Erzieher und Eltern) am Schulgeschehen
  • intensive Zusammenarbeit mit den Lehrern
  • Einzelbetreuung bei Krisensituationen, ggf. durch Erzieher der Gruppe

Elternarbeit

In der Eingewöhnungsphase von 6 bis 8 Wochen beschränken sich die Elternbesuche auf unsere Einrichtung. Nach dieser Phase fahren die Kinder ein- bis zweimal pro Monat nach Hause. Einmal im Monat besuchen die Eltern ihr Kind in der Einrichtung und haben die Möglichkeit, an einem Elterntraining teilzunehmen. Elterngespräche finden alle 4 bis 6 Wochen statt. In Krisensituationen werden die Eltern mit in den Arbeitsprozess involviert. Ziel ist es, die Eltern auf die Beurlaubungssituation zu Hause optimal vorzubereiten, aber auch anschließend zu analysieren, wie die klaren Strukturen der Gruppe auch zu Hause zu einem entspannteren Verhältnis zwischen Klient, Eltern und Geschwistern beigetragen haben. Hier werden neue Strategien ausgearbeitet, um Eltern zu motivieren, sich immer wieder auf Kinder einlassen zu können. Durch Gespräche sollen die Eltern auf Ressourcen aufmerksam gemacht und befähigt werden, Kompetenzen bewusst einzusetzen. Konflikt- und Krisensituationen werden besprochen, neue Verhaltensmuster geübt.

Freizeitangebote

  • gemeinsame Ferienfahrten
  • erlebnispädagoische Angebote
  • einrichtungsinterne Sport- und Freizeitangebote: Moped-AG, Segel-AG, Ballsport-AG und Jugendcafé
  • externe Angebote: Fußball- oder andere Sportvereine

Mitarbeiter/innen

Zu der Arbeit in der Gruppe gehören regelmäßige Teamsitzungen und Fallbesprechungen mit beratender Fachaufsicht sowie Supervisionen.
Fort- und Weiterbildungen sind gewünscht und werden z. T. vom Träger angeboten.